Experimente
Ob Langzeitbelichtung oder extreme Kameraeinstellungen - man muss auch mal die Grenzen austesten.
Bei einem Feuerwerk habe ich mit 1/10 Sekunde freihändig fotografiert und dabei die Verwacklungen bewusst provoziert. Nach seeehr vielen Versuchen ist es dann endlich passiert: Genau am Ende der Belichtungszeit gab es einen Lichtblitz, der unverwackelt abgebildet worden ist und auch den Rauch angestrahlt hat.
Nach einigen Cocktails kam ich auf die Idee, bei 10 Sekunden Belichtungszeit die ersten fünf Sekunden die Kamera gegen die Reling gedrückt still zu halten und dann die zweiten fünf Sekunden ein Herz zu malen.
Ich wollte den Vogel fotografieren und das Edinburgh Castle im Hintergrund auch noch erkennbar haben.
Der Vogel war etwa 20 Meter weit weg. Ich habe ihn mit 400mm Brennweite fotografiert, wobei ich für die Tiefenschärfe die Blende komplett geschlossen hatte. Irgendwelche Beugungseffekte an den Lamellen waren bei diesem Wetter eh egal. Die Belichtungszeit musste ich dann doch etwas länger wählen, was man an den Regentropfen sieht.
Hier habe ich während 20 Sekunden Belichtungszeit die Kamera fest in einen Winkel zwischen zwei Stahlträger geklemmt und eine Industrieanlage an der Elbe aufgenommen. Mit Stativ wäre das wegen der starken Vibrationen nicht möglich gewesen. Das Schiff wurde absolut scharf und unverwackelt abgebildet.